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Digitale Lehrszenarien

In diesem Wiki werden typische Lehrszenarien mit Digitalsierung vorgestellt.

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Wie kann ich Studierenden Inhalte anbieten?

Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen synchroner und asynchroner Kommunikation:
  • Synchrone Kommunikation: Studierende und Lehrende sind gleichzeitig online. Lehren und Lernen findet zeitgleich statt, wie beispielsweise in einem Live-Stream oder in einem Live-Chat. (Synchrone) virtuelle Präsenzkurse sollten nicht genau so gestaltet werden wie Präsenzveranstaltungen. Die Ablenkungsgefahr ist hier viel höher, weshalb nicht mit einer ähnlichen Aufmerksamkeitsspanne zu rechnen ist wie im Präsenzraum. Zudem sind sie störungsanfällig, z.B. durch Ausfall der Internetverbindung, der Software, Problematik bei der Bedienung von Mikrofon und Kamera sowohl bei Dozent*innen als auch bei Studierenden. Synchrone virtuelle Präsenzlehre sollte dosiert eingesetzt werden und eignet insbesondere für den Einstieg in ein Thema, für Ergebnispräsentationen oder Feedbackphasen. Synchrone Kommunikation kann via Webex durchgeführt werden (hier finden Sie die Anleitungen). Weitere Informationen für diese Fälle sind hinterlegt unter Szenario 4.
  • Asynchrone Kommunikation: Den Studierenden werden Materialien bereitgestellt, die unabhängig von der virtuellen Präsenz der Lehrenden oder anderer Studierender genutzt werden. Die Lehr- und Lernprozesse sind zeitlich entkoppelt, wie beispielsweise in einem Lehrvideo oder in einem Diskussionsforum. Wir empfehlen Ihnen eine überwiegend asynchrone Lehrstrategie, ergänzt um wenige synchrone Elemente. 

1 Mit audiovisuellen Dateien

  • Es ist möglich, einen geplanten Vortrag einfach aufzunehmen und somit die ersten Vorlesungssitzungen digital anzubieten. Die Videos können vorher mit verschiedener Software aufgenommen (Anleitung Camtasia) und anschließend über ILIAS oder andere Kanäle bereitgestellt werden. Wir bieten für wenige Lehrende auch die Möglichkeit, die Filme in unserem Medienlabor aufzunehmen.
  • Es ist möglich, Power Point-Folien zu vertonen. Wie das geht, erfahren Sie hier.
    Die Studierenden können anschließend entweder die Bildschirmpräsentation starten, dabei wird der Sound pro Seite abgespielt und die integrierbaren Laserpointer-Bewegungen, Freihandzeichnungen etc. abgespielt. Im Präsentationsmodus wird automatisch umgeblättert. Die Studierenden können den Sound aber auch außerhalb der Präsentation abspielen, indem sie auf das Audiosymbol auf der jeweiligen Folie drücken. Im Vergleich zur Datenmenge, die für Vorlesungsaufzeichnungen aufgewendet werden muss, sind die so erweiterten Powerpoint-Dateien oftmals kleiner. Allerdings sind sie weiterhin datenintensiver als viele Alternativen.

1.1 Vorteile

  • Der Vorteil von audiovisuellen Dateien ist, dass man sein Konzept nicht stark verändert werden muss. Die ohnehin geplanten Vorlesungen kann man so am heimischen Rechner erstellen und den Studierenden mit den eigenen Worten erklären, was aus Sicht des Lehrenden relevant zum Verstehen des Inhaltes oder/und zum Bestehen der Klausur ist. Man kann auf bestehende Materialien zurückgreifen.
  • Die Kombination von Ton und Bild ist in vielen Zusammenhängen sehr positiv für den Lernerfolg.

1.2 Nachteile

  • Dabei ist zu beachten, dass Videos relativ viel Datenvolumen verbrauchen und dass dies in einer Situation, in der viel mehr Menschen auf das Internet zugreifen problematisch sein kann. Zudem ist denkbar, dass die Studierenden je nach Aufenhaltsort nicht sehr viel Bandbreite zur Verfügung haben. Man kann die Dateien allerdings auch zum Download anbieten
  • Um ein sehr gutes Video zu machen, bedarf es Zeit und Schnitttechnik bzw. mehrere Versuche. Dies ist in der aktuellen Situation schwierig, daher ist abzuwägen, ob „Quick & Dirty-Versionen“ vertretbar sind. Erfahrungsgemäß ist dies für die Studierenden akzeptabel.
  • Bevor Sie in die eigene Videoproduktion starten, sollten Sie überprüfen, ob es nicht Buchkapitel oder Skripte bzw. Videos auf Youtube oder bei Lynda gibt, mit denen die Studierenden zunächst auch arbeiten können. (Wie Sie vorhandene Videos in ILIAS einbetten, erfahren Sie hier.) Wichtig ist, sich die Frage zu beantworten, was ein Video mit der Dozent*in den Studierenden zusätzlich zu anderen Medien und Formaten bringt.
  • Die Aufnahme von Vorlesungen mit Hilfe des Aufnahmesystems in den Hörsälen ist leider nicht möglich. Die DVZ müsste dafür einen Mitarbeiter abstellen und die werden aktuell für andere Dinge gebraucht.

2 Mit Audiodateien (Audiopodcast)

Audiodateien können visuelle Materialien ergänzen oder ersetzen. Podcasts haben sich in den letzten Jahren fest etabliert und haben mittlerweile eine große Akzeptanz erlangt. Es ist dabei allerdings nicht ratsam, einen Vortrag lediglich auf der Audiospur aufzunehmen, in den meisten Fällen bietet die visuelle Unterstützung für die Studierenden einen Mehrwert. Podcasts sollten anders funktionieren: Entweder man fokussiert sich auf wenige, wichtige Dinge oder man findet neue Formate, wie z.B. das Gespräch mit Studierenden oder Kolleg*innen, in denen Kontextualisierung oder Vorgehensweisen im Vordergrund stehen.

2.1 Vorteile

  • Im Vergleich zu Videos ergibt sich hier weniger Datenvolumen und daher ist es niedrigschwelliger und die Wahrscheinlichkeit, dass alle Studierenden das auch abrufen können steigt.
  • Es ist leicht zu erstellen.
  • Es ist angepasst an die Lernprozesse von Studierenden, kann nebenbei gehört werden und kann so didaktisch einen großen Mehrwert bieten, indem die schwierigsten oder die wichtigsten Dinge hervorgehoben oder besser erklärt werden.

2.2 Nachteile

  • Wenn man bereits einen Vortrag geplant hat, muss man neu überlegen, welche Aspekte sich gut eignen und wie man das ohne visuelle Unterstützung hinbekommt.
  • Die visuelle Darstellung fehlt, die bei technischen oder mathematischen Vorgängen oft eine wichtige Rolle spielt. Hier ist wieder auf Skripte, Online-Bücher oder zusätzliche Filme zu verweisen.

3 Mit Text

Skripte oder Kapitel aus Lehrbüchern sind oft sehr gut didaktisch als Selbstlernmaterial aufbereitet und können über ILIAS zur Verfügung gestellt werden (Wie Sie Dateien in ILIAS hochladen, erfahren Sie hier). Wenn man darauf nicht zurückgreifen kann, hat man oft Vortragsfolien. In vielen Fällen sind allerdings Vortragsfolien nicht geeignet, ohne weitere Informationen von den Studierenden verstanden zu werden. Eine sehr einfache Möglichkeit der Anreicherung besteht darin, zusätzliche Informationen in die Kommentarfunktion der Folien einzufügen. Diese können auch beibehalten werden, wenn man in eine PDF-Datei umwandelt. Hier ist Raum für Erläuterungen aus dem Vorlesungsvortrag oder die Ergänzung von Aspekten, die man auf den Folien nicht erkennen kann.

Zuletzt geändert: 25. Mär 2020, 11:23, Gilz, Jonas [jg8621e]


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