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Blitzschutz Beurteilung

Hilfestellung zur einfacheren Beurteilung von Blitz- und Überspannungsschäden in der Schadensregulierung




In der Versicherungswirtschaft ist ein starker Anstieg von Schadenmeldungen an elektrischen Installationen und Geräten in Folge von Überspannungen zu verzeichnen. So stiegen beispielsweise sowohl die diesbezügliche Zahl der Schäden als auch der Schadenaufwand vom Statistikjahr 1998 zu 2002 im Mittel um jährlich etwa 66%. Überspannungen können dabei durch direkte Blitzeinschläge, nahe Blitzeinschläge, Oberschwingungen oder durch vagabundierende Ausgleichströme verursacht werden.


Im geplanten Forschungsprojekt sollten die Belastungen durch direkte und nahe Blitzeinschläge näher untersucht werden. Vordringlich sollten vor allem zwei Fragestellungen beantwortet werden:


  1. Ab welchem Abstand zwischen Blitzeinschlag und elektrischem Betriebsmittel (Installation, Gerät) ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass ein Blitzeinschlag zu keinem Überspannungsschaden im Gerät führen wird?
  2. Welche Potenzialverläufe in Böden/im Erdreich treten im Spannungstrichter eines eingeschlagenen Blitzes auf?


Bei der Beantwortung in Form einer fundierten, wissenschaftlichen Arbeit sollten dabei insbesondere folgende Faktoren berücksichtigt werden:


  • Blitzkenndaten und Blitztyp;
  • Entfernung zum Blitzeinschlagpunkt;
  • Klimatische Werte;
  • Bodenverhältnisse;
  • Direkte/indirekte Blitzeinwirkungen;
  • Kopplungsmöglichkeiten (galvanisch/induktiv/kapazitiv);
  • Netztopologie (Kabel oder Freileitung, Netzform);
  • Betroffene Gerätekategorien (Stromversorgung/Informationstechnik, Spannungsfestigkeit, Haushalt/Kleingewerbe – „graue“, „weiße“ oder „braune“ Ware).


Aus den relevanten Faktoren sollten dann mögliche Gruppierungen bzw. Szenarien mit hoher Schadenswahrscheinlichkeit zusammengestellt werden (z.B. hohe Verbreitung der Netzform TN-C in Verbindung mit Hauseinspeisung über Kabel in ländlichen Gebieten). Daraus konnten dann Kriterien zur Einteilung betroffener Gerätekategorien festgelegt werden.


Den kompletten Abschlussbericht "Hilfestellung zur einfacheren Beurteilung von Blitz- und Überspannungsschäden in der Schadensregulierung" und den Bericht der Arbeitsgruppe BLUES "Schäden durch Blitz- und Überspannung" des GdV können Sie sich hier ansehen: